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Jugend macht Bühne

6. Dezember 2009
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Von Gidon Wagner

Fast heimlich, vor nicht einmal 20 Zuschauern, führten David, Jacqueline, Preston, Juliane und Milena am letzten September-Wochenende in der Pasinger Fabrik “Die Unterrichtsstunde” von Eugène Ionesco auf. Gewagt, improvisiert, absurd.

Beinahe heimlich, aber still und leise war der Abend nicht: Die Hauptrolle des “Professors” (Preston) von Ionesco ist laut. Preston spielt einen cholerischen Albtraum von Nachhilfelehrer, der seinen Schülern das Fürchten und nicht Mathematik lehrt. Aber nicht nur cholerisch war diese Unterrichtsstunde, die übrigens fast genau 45 Minuten dauerte, auch mörderisch, widersprüchlich, nervenaufreibend und absurd. Susanne Schönharting von der Jungendbühne und ihre Schüler hatten im Vorfeld nicht viel Zeit, das Stück mit der endgültigen Besetzung einzuüben: Die Rolle der Bediensteten des Professors erkrankte und musste einen Tag vor der Aufführung ersetzt werden. Die drei Improvisations-Talente David, Jacqueline und Milena teilten sich also die Rolle, und die Aufführung wurde noch ein wenig absurder.


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Jugendbühne München

Die ehemalige Lehrerin Susanne Schönharting versteht Ihre Jugendbühne nicht als Schauspielschule. Dennoch spricht sie von “Schülern”, denen sie Tipps gibt. Allerdings entscheiden die Schüler alles mit, die Jugendbühne ist also mehr eine kreative Plattform, auf der Kinder und junge Erwachsene Theater spielen können und dabei professionelle Tipps bekommen. Susanne legt dabei viel Wert auf Improvisation. Sie betreut seit mehr als 12 Jahren Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Bühnenlicht.

Foto: Gidon Wagner von www.einsteigerdslr.de



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